Kuh-Kuscheln

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Streicheln, bürsten und schmusen mit den sanftmütigen Dexter-Rindern

„Kuh-Kuscheln“ auf Haus Visbeck

Sanftmütig sind sie. Kuschelig. Und neugierig. Sie lassen sich streicheln, bürsten und knuddeln. Die Dexter-Rinder genießen sichtlich die Aufmerksamkeit der zehn Gäste, die zum „Kuh-Kuscheln“ gekommen sind. Ein neues Erlebnis, das Britta Markert-Löbbert auf Haus Visbeck anbietet.

„Die Kühe sind sehr freundlich und menschenbezogen. Sie freuen sich über Abwechslung“, erzählt Britta Markert-Löbbert. „Daher war ich auch gleich begeistert, als meine Mitarbeiterin Beena Urban vom Alpaka-Yoga wiederkam und sagte: Lass uns etwas mit den Kühen anbieten.“

Insgesamt sind es zwölf Rinder, die auf den Wiesen des Hauses Visbeck unterwegs sind. Vier Kälber sind in diesem Jahr erst geboren. „Unsere erste Kuh hieß Arielle, weil unsere Tochter damals so ein Fan der Disney-Meerjungfrau war“, erzählt die Hausherrin. „Dann haben wir uns überlegt, alle unsere Rinder nach Disneyfiguren zu benennen.“ Jetzt sind es Iron Man, Nemo, Raya, Jasmin und Co., die die Gäste begeistern. Trotz aller Freundlichkeit bringen die hornlosen Rinder bis zu 480 Kilogramm auf die Waage, daher ist Obacht geboten. „Man muss schon mit allen Sinnen dabei sein. Wenn einem ein Rind auf den Fuß tritt, tut das weh.“

Picknick auf der Weide

Neben der Zeit, die Gäste mit den Tieren verbringen, ist beim „Kuh-Kuscheln“ auch ein Picknick vorgesehen. Auf der Wiese ist der Tisch fein gedeckt. Es gibt ein Begrüßungsgetränk. Und ansonsten kann man sich sein Picknick selbst mitbringen oder auch Termine buchen, bei denen das Picknick inklusive ist. Es ist es eine herrliche Atmosphäre, wenn man gemütlich beim Picknick sitzt und die Rinder rundherum grasen. „Und genau so soll es auch sein. Eine Auszeit im Grünen. Zwei Stunden Me-Time. Die Gäste sollen hier bei uns eine schöne Zeit verbringen“, so Britta Markert-Löbbert.

Sie wohnt mit ihrer Familie auf Haus Visbeck. Nach dem Brand vor drei Jahren ist die Anlage wieder hergerichtet. „Mir ist es wichtig, diesen Ort mit Leben zu füllen“, sagt sie. „Angefangen hat es damit, dass wir die Kapelle an Sonn- und Feiertagen öffnen. Dabei entstehen einfach tolle Begegnungen. Eine Frau zum Beispiel war mit dem Fahrrad auf Reisen und spielte spontan ihre Reisetrompete in der Kapelle. Ein Mann aus Kanada zeigte seiner Familie, wo er seine Kindheit verbracht hat.“

Neben dem Kuh-Kuscheln bietet Britta Markert-Löbbert auf Haus Visbeck noch weitere Veranstaltungen an: „Kuh und Kunst“, die Burg-Konzerte in der Kapelle, die Visbecker Lichter (Weihnachtsmarkt), die Kostümführung „Der Ritter von Visbeck“ und das jährliche Schlittenhunderennen. Auch für Tagungen kann man Räumlichkeiten mieten. Nadine Wenge

Haus Visbeck: Namensgebend für das Wasserschloss, das 1338 erstmals urkundlich erwähnt wurde, waren die Ehrenmänner von Visbeck, die das Anwesen auf zwei Inseln errichten ließen. Von der einst großzügigen Wehranlage sind nach einem Brand im 17. Jahrhundert nur noch ein Teil der Vorburg und die Marienkapelle erhalten. Letztere war in ihrer ursprünglichen Form eine achteckige Holzkapelle aus dem 16. Jahrhundert. Die heutige, gemauerte Kapelle wurde sehr wahrscheinlich nach den Plänen des berühmten Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun um 1749 gebaut.