Krankenhaussender

Jeden Sonntag ab 10 Uhr „live on air“!
Das Radio im Marien-Campus unterhält seit mehr als 50 Jahren die Patienten im Marien-Hospital und im Ludgerus-Haus
Am alten Waschhaus im Innenhof wird durch ein weithin sichtbares Schild am Eingang jeder Passant darauf aufmerksam gemacht: Hier befindet sich das Studio des hauseigenen Radiosenders und damit das Zentrum der Musik und der guten Laune auf dem gesamten Campus. Jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr ist hier das Radio-Team „on air“ und sendet in die Zimmer des St. Marien-Hospitals und in die Aufenthaltsräume des Ludgerus-Hauses. Fast ein Dutzend ehrenamtliche Radiomoderatoren sind für die gute Sache regelmäßig im Einsatz.
„Das macht einfach Spaß“, sagt Reinhold Nottenkämper, einer der Radiomoderatoren. Dabei sucht sich jeder Moderator seine Themen selbst aus. „Manche widmen sich einer ganz bestimmten Musikepoche, einem Genre oder auch einer speziellen Band“, so Nottenkämper. Es gab schon ganze Sendungen über Queen, Pink Floyd, Abba oder PUR, über Musicals, Filmmusik oder Schlager. Manche informieren auch über Sport, Geschichte oder bestimmte Themen wie die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit. Reinhold Nottenkämper macht gerne Livemusik mit seiner Band „Feeling Alright“ oder interviewt Prominente. Kürzlich hat er den Schauspieler Martin Brambach in Recklinghausen besucht. „Bei uns läuft alles ganz unverkrampft. Versprecher sind kein Problem!“
Was jede Sendung gemeinsam hat: Das Wunschkonzert! Die Patienten im St. Marien-Hospital können ihre Musikwünsche kostenlos über die Telefonnummer 377 kundtun, das Team erfüllt diese Wünsche umgehend in der Live-Sendung, die gerade auf alle Zimmer ausgestrahlt wird. Auch Grüße können die Patienten über den Äther schicken, wenn sie möchten. Vor der Sendung gehen die Moderatoren über die Stationen, machen Werbung für das Krankenhaus-Radio und fragen die Patienten nach ihren Musikwünschen.
50 Jahre Krankenhaussender
Im letzten Jahr feierte der Krankenhaussender seinen 50. Geburtstag. Angefangen hatte alles mit der Idee des damaligen Hausgeistlichen Pater Albert Scherer, der Jugendlichen eine sinnvolle Aufgabe und gleichzeitig ein spannendes Hobby geben wollte. Mit einem Plattenspieler, einem Kassettenrekorder, einem Mikrophon und einem kleinen Mischpult ging es am 7. November 1975 los. Bis das Team 1979 in die Studioräume im alten Waschhaus umzog, sendete es aus der Wohnung von Pater Albert, er musste in der Zeit spazieren gehen.
Nachwuchs gesucht
Das Radio im Marien-Campus ist immer offen für Nachwuchs. „Wer Lust hat, bei uns mitzumachen, kann sich gerne melden oder auch mal bei einer Sendung vorbeikommen und unverbindlich schnuppern“, erzählt Reinhold Nottenkämper. „Man kann sich aussuchen, wie oft man auf Sendung gehen möchte, man kann auch zu zweit eine Sendung moderieren. Nichts muss perfekt sein, wir sind ja schließlich nicht beim WDR.“ Nadine Wenge









