
Fast frühlingshafte Temperaturen lockten einige Tausend Besucher zum Westfälischen Wintermarkt in Lüdinghausen. Rund 70 Stände hielten in der Altstadt ein vielfältiges Angebot bereit. Und die Geschäfte hatten bis 18 Uhr geöffnet.
"Komm, getz gehn wa ma kucken" - sprach der Mann am Würstchenstand, steckte sich den letzten Bissen genussvoll in den Mund und nahm seine Frau an die Hand. Der Herr, der da gestern gemeinsam mit seiner Gattin auf Shopping-Tour durch die Straßen der Lüdinghauser Altstadt ging, hatte seine sprachlichen Wurzeln hörbar im Ruhrpott. Und aus dieser Region kamen nicht wenige der einige Tausend Besucher, die sich am Sonntag in die Steverstadt aufgemacht hatten. Ziel der vielen Besucher aus Stadt und Umland war der "Westfälische Wintermarkt", der sich längst zu einer festen Institution im Jahreskalender der Stadt entwickelt hat. Der Grund ist recht einfach: So lockten nicht nur rund 70 Stände mit ihrem vielfältigen Sortiment von warmen Socken über praktisch unverzichtbare Küchenhelfer bis hin zu modischem Schmuck, sondern auch die Geschäftswelt hielt die Pforten der Ladenlokale weit geöffnet - Schnäppchen inklusive.
Wem der Trubel zu bunt wurde, der konnte sich kulinarisch auf unterschiedlichste weise stärken. Neben den unvermeidlichen Bratwürsten und Reibekuchen gab es Grünkohl, Backkartoffeln und gebratene Champignons oder beim "Heißen Griechen" gebackenen Schafskäse. So war einmal mehr für jeden Geschmack etwas dabei - da trübte auch ein kleiner Schauer die Kauflaune nicht.
Quelle: Westfälische Nachrichten, Peter Werth |